5 analoge Messschieber – einfach erklärt mit Praxisbeispielen

5 analoge Messschieber mit Beschreibung und Anwendungsbeispiele.

Analoge oder digitale Messschieber gehören zu den wichtigsten Werkzeugen in jeder Werkstatt. Hier werden 5 einfach mit Praxisbeispielen erklärt.
Neben dem klassischen Modell gibt es aber einige spezielle Varianten, die dir bei bestimmten Aufgaben viel Arbeit abnehmen.

1. Tiefenmessschieber (analog)

Wofür ist er da?

Mit einem Tiefenmessschieber misst du Tiefen von Bohrungen, Nuten oder Absätzen.

Typische Anwendung:

Du willst wissen, wie tief eine Nut gefräst wurde oder wie tief ein Loch wirklich ist.

Beispiel: Du baust etwas und musst prüfen, ob eine Schraube tief genug sitzt →
ein normaler Messschieber hilft dir hier nicht sauber – der Tiefenmessschieber schon.

2. Spezial-Messschieber mit spitzen Messflächen

Wofür ist er da?

Für schwer zugängliche Stellen, wo normale Messschenkel zu dick sind.

Typische Anwendung:

  • kleine Rillen
  • enge Zwischenräume
  • feine Bauteile

Beispiel: Du willst den Abstand zwischen zwei sehr nahen Kanten messen →
mit einem normalen Messschieber kommst du nicht rein.

3. Anreißmessschieber (analog)

Wofür ist er da?

Zum Messen UND Anzeichnen in einem Schritt.

Typische Anwendung:

Du überträgst ein Maß direkt auf ein Werkstück.

Beispiel: Du willst ein Loch exakt positionieren →
statt messen → markieren → nachmessen, machst du alles in einem Zug.

👉 Ein Anreißmessschieber spart Zeit und reduziert Fehler.

4. Dreipunkt-Messschieber (analog)

Wofür ist er da?

Zum Messen von mehrschneidigen Werkzeugen wie:

  • Bohrer
  • Fräser
  • spezielle Formen

Typische Anwendung:

Normale Messschieber greifen oft nur an zwei Punkten →
hier misst du stabil über mehrere Kontaktpunkte.

💡 Beispiel: Du willst den echten Durchmesser eines gebrauchten Bohrers prüfen →
der Dreipunkt-Messschieber gibt dir ein zuverlässigeres Ergebnis.

5. Standard Messschieber (analog)

Wofür ist er da?

Der Klassiker für:

  • Außenmessungen (z. B. Schrauben)
  • Innenmessungen (z. B. Lochdurchmesser)
  • Tiefenmessung (einfach)

Typische Anwendung:

Eigentlich überall in der Werkstatt.

Beispiel: Du misst den Durchmesser einer Welle oder den Innendurchmesser eines Rohrs.

Fazit: Welcher ist der richtige für dich?

  • Allrounder: Standard Messschieber
  • Für Tiefe: Tiefenmessschieber
  • Für enge Stellen: spitze Messflächen
  • Für Anzeichnen: Anreißmessschieber
  • Für Spezialfälle: Dreipunkt-Messschieber

👉 Wenn du nur einen hast: nimm den Standard Messschieber.
👉 Wenn du öfter misst: die Spezialteile sparen dir richtig Zeit.

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